Avital Cohen & Co

/ (1 of 3)
"Die Luft ist die Existenz aller Reichtümer der Welt."
Aus Air Notes©️ (2015) von und mit Avital Cohen

Avital Cohen | Künstlerische Leitung
Suzanne Brunner-Veuve | Produktionsleiterin

Das interdisziplinäre Ensemble Avital Cohen & Co Ensemble Avital Cohen möchte mit audiovisuellen Werken auf poetisch-künstlerische Weise für ein lösungsorientiertes Handeln in der Gesellschaft in Bezug auf Umwelt und Klima sensibilisieren und dieses fördern. Dies geschieht unter anderem durch inter- und transdisziplinäre Werke im musikalischen Kontext, die z. B. Umweltthemen als eigene musikalische Sprache darstellen. Klänge von Naturphänomenen wie Luft und Wind (wie in Air Notes von Avital Cohen) oder eines Schlammvulkans (Diapir von Serafin Aebli) entwickeln wir zu musikalischen Sprachen, die im künstlerischen Kontext als kreative Inspiration dienen, um die Verbundenheit zwischen Mensch und Natur zu verdeutlichen.
Wir integrieren sowohl visuelle als auch performative Elemente als integralen Bestandteil unserer musikalischen Sprache: Texte, Installationen, Licht und mehr. Durch die Akzentuierung spezifischer Eigenschaften der Natur entsteht eine musikalische Sprache, die nicht nur ihrer Zeit voraus ist, sondern auch als Medium für Lebensbausteine und künstlerische Darstellung dient.
Unser Ansatz ermöglicht es dem Publikum, kritische Ereignisse wie die Entwurzelung des Menschen und der Natur von ihrem Ursprung auf sinnliche Weise wahrzunehmen, indem abstrakte Phänomene in einer musikalischen Sprache eine audiovisuelle Stimme und Präsenz bekommen.
Wir bringen die Dringlichkeit unserer Zeit in eine poetische Form, die zum Befragen und Handeln anregt. Zum Beispiel begibt sich die Flötistin in Air Notes von Avital Cohen teilweise unter eine Plastiktüte und improvisiert unter Atemnot mehrstimmigen Vogelgesang, der elektronisch verstärkt und vervielfacht wird. Weil Natur und Mensch hier gespiegelt werden, wird deutlich, dass das Ersticken auch zu uns gehört.
Ein weiteres Beispiel aus unserem Repertoire ist Breath von Turkar Gasimzada. Dieses Werk handelt von Avital Cohens erfundenen musikalischen Sprachen des Atmens. Breath, Avital Cohen gewidmet, ist eine Solo-Oper, die bereits 2014 für Soloflöte und Licht komponiert wurde. Das Licht steht hier in einem musikalischen Dialog mit der Flöte. Die Flötistin verwendet den Theatertext von Beckett und spricht und singt diesen, während sie spielt. In Becketts Breath gibt es auch visuellen «Müll» auf der Bühne, der hier auf eine Bühneninstallation mit Symbolen reduziert wird. Neben der Sprache des Atmens hat die Flötistin Avital Cohen in Breath neue Effekte erfunden und entwickelt, die das Publikum auch hier klanglich und performativ an die Schwelle zwischen Menschlichkeit und Roboter-Mechanismus führen. Auch hier wird die Realität der vierten industriellen Revolution poetisch reflektiert, mit dem Vorschlag, den Humanismus zu bewahren und zu pflegen. Das Publikum wird durch die künstlerische Darstellung mit der Frage nach der Bedeutung von Freiheit in der heutigen Zeit konfrontiert.
MITWIRKENDE

Serafin Aebli | Komponist & Sound Artist - Biographie (PDF)

Avital Cohen | Flöten, Performance & Sound Artist & Künstlerische Leitung

Turkar Gasimzada | Komponist - Biographie (PDF)

Veronika Klaus | Sound Artist - Biographie (PDF)

Till Lingenberg | Vibraphon / Perkussion

Daniel Weissberg | Komponist & Sound Artist - Biographie (PDF)

Alfred Zimmerlin | Komponist & Improvisator - Biographie (PDF)


Ralf Samens | Lichtdesign

Silvio Meessen | Video (Zürcher Rahmen)

Suzanne Brunner-Veuve | Produktionsleiterin - Biographie (PDF)






© Avital Cohen

Composing Body Ensemble©

Composing Body
Das künstlerische Konzept

Das Composing Body Ensemble bewegt sich in der Gegenwart – für die Zukunft und in Symbiose mit und für die Gesellschaft.

Traumhafte Zukunft wird durch Visionen gestaltet. Die einzigartigen Kunstwerke des Composing Body Ensembles sind ihrer Zeit voraus, sie entstehen u.a. durch den künstlerischen Drang, politische Themen in einer poetischen Sprache darzustellen.

Die eigene Sprache des Körpers wird wahrgenommen und im künstlerischen Erschaffen, als Reaktion auf verschiedene Impulse ausgedrückt.

Die Kunstprojekte sind hauptsächlich in den inter- und transdisziplinären Bereichen angesiedelt. Sie orientieren sich am Expanded Theater / postdramatischen Theater und beinhalten u.a. auch Sound- und audiovisuelle Stücke.

Mit diesem Konzept erbringen wir eine Leistung an die Gesellschaft.
Zum einen mit den Kunstwerken. Zum anderen auch, weil diese Leistung ein Türöffner für Reflexionen sein kann, um die Zukunft in eine positive Richtung zu steuern.



DAS KÜNSTLERISCHE KONZEPT
Das Composing Body Ensemble beschäftigt sich mit der unmittelbaren Kreation, die direkt aus dem Körper des Mediums (dem/der KünstlerIn) entsteht.
Ohne diese Energie zu unterbrechen und ausgehend von Impulsen und vom eigenen Körper sollen die KünstlerInnen frei von sich „herausspielen“.

Durch langjährige künstlerische Erfahrung und eine fundierte Ausbildung durchbrechen die KünstlerInnen die Grenzen des Möglichen und befreien sich u.a. von hemmenden Muster wie künstlerischer Ästhetik, Regeln, Grenzen, Erwartungen, etc.

Das Ausdrucksmittel für alle Dinge ist der Körper: Er bewegt und erzeugt. Ein Instrument wie die Flöte, die Stimme, aber auch die Bewegung sind Mittel, die der Körper einsetzt.
Die Verbindung der KünstlerInnen mit dem limbischen System setzt „abstrakten“ Energien im Körper frei. Diese sind stärker als die eigene Wahrnehmung der KünstlerInnen und entfalten sich als Quellen.

Die Quellen, die die KünstlerInnen bewegen, „zwingen“ sie oft, zu kreieren, um zu leben und gleichzeitig zu überleben. Diese Energien können den Körper der KünstlerInnen über ihre eigene Vorstellungskraft hinaus an bislang unbekannte Welten bringen. Gleichzeitig werden sie von bekannten Orten entwurzelt. Diese „Entwurzelung“ erzeugt u.a. Performance , indem Dinge nicht nur transformiert, sondern „mutiert“ und einzigartig dargestellt werden.

KONTAKT
Mobile: +41 (0)76 405 88 66
Email: composingbody@avitalcohen.com

Avital Cohen, Künstlerische Leitung, Flöten, Sound Arts
Sivan Cohen, Dramaturgien, Texterin, Writer und Mitbegründerin

Text: © Avital Cohen
Konzept und Name: © Avital Cohen und Sivan Cohen
Composing Body: © Avital Cohen und Sivan Cohen

Ensemble Beyond


Duo Time Is One

Avital Cohen, Piccolo, Flöte, Altflöte
Anne-Sophie Vrignaud, Harfe
Francesca Karta, Klavier

Ensemble Écoute

Avital Cohen, Flöte, Altflöte
Christoph Jäggin, Gitarre
u.a.
Ensemble Écoute (PDF, DE)
Ensemble Écoute (PDF, EN)

Avital und Christoph rufen einander „écoute!“ zu, wenn sie sich durchs Labyrinth der Klänge behutsam vortasten, gleichsam suchend wie staunend. Mit wacher Wahrnehmung erobern sie sich die Musik, und sie wissen mit Antoine de Saint-Exupéry‘s Kleinem Prinzen sehr wohl, dass es das pochende Herz ist, das besser sehen und hören lässt.

ÉCOUTE‘s Instrumentarium, könnte es vollkommener sein? Zur fabulierenden Poesie der singenden und atmenden Flöte gesellen sich die kurzen Töne der Gitarre, die wie funkelnde Sterne am Nachthimmel leuchten und so die unergründliche Weite des Raumes erahnen lassen. Melodie und Harmonie verweben sich im Klang von Flöte und Gitarre zu einem Geflecht, in dem sich die Geheimnisse des Lebens leicht verfangen.

ÉCOUTE will auffordern, den schwierigen Versuch des Verstehens zu wagen. Ist denn Musik verständliche Sprache, wie oft behauptet wird? Wenn ja, was sagt sie uns, wovon spricht sie? Von Wahrheit? Was ist Wahrheit, wie wahr ist sie?
Avital Cohen und Christoph Jäggin haben sich im Dezember 2013 zum Duo ÉCOUTE zusammengefunden, um die wenig bekannte und doch so kostbare, reichhaltige Musik für Flöte und Gitarre zum Klingen zu bringen. Des Duos Repertoire umfasst Meisterwerke der Vergangenheit wie auch der jüngsten Gegenwart. Spannend und ungewöhnlich sind seine Konzertprogramme. Handwerkliches Können, sensibles Wahrnehmen, tiefgründiges Interpretieren und nicht zuletzt die hohe Kunst des Vermittelns gehören zu den gerühmten Stärken des Duos. Schon nach kürzester Zeit werden ÉCOUTE die Uraufführung einer schweizerischen, einer finnischen sowie einer dänischen Komposition anvertraut. 2015 tritt das Duo zusammen mit der japanischen Sopranistin Asako Motojima am „VI. internationalen Qara-Qarayev-Festivals für zeitgenössische Musik“ in Baku (Aserbaidschan) auf, wo es vier, für ÉCOUTE neu komponierte Werke erstmals spielen wird.